Sind ältere und vom Schicksal gebeutelte Menschen nichts wert?
Jeder sein eigener SchickiMicki
Manche Schicksale sind schwer zu verdauen, die da wären: Arbeitslosigkeit, Scheidung, Rente, Pensionierung, Rausschmiss, Schließung der Ordination wegen Überalterung, Abstufung einer mit vollem Einsatz tätigen Fachkraft zur Toilettenfrau, hohes Alter ohne familiären oder gesellschaftlichen Stellenwert, und so weiter, und so fort ...
Österreich (Franz De Marchi). Menschen, ohne deren es mehr oder weniger renommierte Unternehmen, Vereine, Institute, gar nicht gäbe, weil sie eine Lebensaufgabe darin sahen/sehen, "ihre" Einrichtung ohne Rücksicht auf Gesundheit, Familie, Freizeit (mit-)aufzubauen, kann es persönlich besonders arg erwischen.
Speziell dann, wenn sie sich, nachdem alles rund läuft, mit der brutalen Änderung der Führungskultur nicht anfreunden können. Und rechtzeitig von selbst kündigen oder gehen. Ohne Konsequenzen zu scheuen, auf der Stelle.
Wieviel, ihnen zustehendes, Geld da noch, seitens der am Hebel sitzenden, hinausgeschmissen werden kann, spielt für enttäuschte Aussteiger keine Rolle. Egal, ob Vierfach-Nachbesetzung, Marketing für persönliche Selbstdarstellungen oder sonstige zweifelhafte Investitionen. Dies interessiert ja auch wirklich keine Sau (mehr).
Wobei, das sollte schon hinter die Stirne, auch hinter diejenigen, der sich im Sonnenlicht befindlichen Nachfolger oder Überdrüber, dringen. Solche Selbstabgänge (selbstverständlich aber auch die anderen ganz oben nicht explizit angeführten Umstände) können der vorletzte Schritt sein, falls es überhaupt zu einem solchen noch kommen kann.
Was solls: Das Leben geht weiter
Es gibt genügend Beispiele, aber wollen wir sie nicht dramatisieren. Was soll es: Das Leben geht weiter. Bei un- und mittelbar Betroffenen (in jeder Bedeutung) nicht mehr.
Zwar sind keine Fälle bekannt, wo sich Politiker gekündigt hätten, aber der Sturz nach Abwahl, Nichtberücksichtigung, Ausscheiden, ist ein bodenloser. Finanziell zwar versorgt, gehen sie sang- und klanglos in der Anonymität unter.
Für Sportler gilt dasselbe wie bei den Politikern, wie viele von vermutlich künftigen und derzeiten vermeintlichen Stars allerdings vorzeitig, in oder nach der Karriere straucheln, interessiert keinen Hund (die Sau wollen wir hier wirklich nicht bemühen).
Gott sei Dank gibt es auch in unserer Gesellschaft, Menschen wie den Siggi Bergmann, den vor etwa zwei Jahrzehnten die holde Gattin brandheiß "für verrückt" erklärt hat. Wenn es nur viel, viel mehr dieser sonderbaren Gattung geben könnte, Österreich wäre auf einem guten Weg.
Aus-, Umbau und Fortsetzung folgt