S I C H E R . H E I T • auto-motor-special 10/2021
erstellt am 20.09.2021

Wer könnte da noch den Durchblick behalten? Die Landesverkehrsabteilung für Tirol sorgt für Sicherheit
Fotos: LPD Tirol

Tut doch endlich etwas Tragendes

Schwergewichtssünder?

So manche/r Verkehrsteilnehmerin/Verkehrsteilnehmer ärgert sich über einzelne Brummifahrer/innen oder über die Vielzahl von Brummis. Elefantenkolonnen, unvermutetes Ausscheren ohne Rücksicht auf eventuelle Folgen und Drohgebärden sind wenig lustig.

MIEDERS (at). Was für den Schwerverkehr spricht, ist, dass es verhältnismäßig wenig Unfälle gibt. Dass dem so ist, ist den Fahrerinnen/Fahrern zu Gute zu halten, die konzentriert und motiviert unterwegs sind.

Zum Zwecke der weiteren Verbesserung der Sicherheit im Schwerverkehr fand kürzlich mit Kräften der Tiroler Landesverkehrsabteilung, Mitarbeitern der acht Bezirkspolizeikommanden, sowie Beamten des Stadtpolizeikommandos Innsbruck und  ein Schwerverkehrs-Kontrolleinsatz statt.

Die Spezialisten der Polizei aus dem Bereich Technik, Güterverkehr und Gefahrgut wurden dabei von Technikern des Amtes der Tiroler Landesregierung und dem techn. Prüfzug der ASFiNAG unterstützt. Zur selben Zeit führten Beamte des Oberlandeskommandos der Verkehrspolizei Trentino/Südtirol und Belluno einen Schwerverkehrskontrolleinsatz in den dortigen Provinzen durch.

Bei einer Kontrolle auf der A12 auf dem Autobahnparkplatz Langkampfen wurden bei einem rumänischen Sattelkraftfahrzeug sechs defekte Bremsscheiben (an allen Rädern des Sattelaufliegers) festgestellt.  Dem Lenker wurde die Weiterfahrt untersagt und dem Brummi wurden die Kennzeichen abgenommen

Beim Einsatz in Tirol wurden sowohl die Haupttransitrouten A12, A13 und S16, als auch das sekundäre Straßennetz (Fernpassstraße, Reschenstraße, Loferer Straße, Drautalstraße, Seefelder Straße, Tiroler Straße, Zillertalstraße, Achenseestraße) berücksichtigt.

Bei den Kontrollen wurden insgesamt in Tirol und Italien 365 Schwerfahrzeuge und deren Lenker auf die Einhaltung der EU-Sozialvorschriften (Lenk- u Ruhezeiten), die Alkoholbestimmungen, die Beladung der Schwerfahrzeuge (insbesondere Ladungssicherung), den technischen Zustand, die Ausrüstung der Fahrzeuge, das mitgeführte Transportgut (zB Gefahrgüter) und die Bestimmungen des Güterbeförderungsgesetzes überprüft.

Es wurde bei allen Lenkern ein Alkoholvortest durchgeführt. Sehr erfreulich ist, dass keiner der Lenker unter Einfluss von Alkohol unterwegs war.

Kommentar von Franz Weichinger

In die Pflicht nehmen

Gefordert ist die Politik, es traut sich aber niemand, hier etwas in die Wege zu leiten. Wenn die Brenner-Autobahn hoch, zweispurig von sog. Fernlastern kolonnisiert wird, schauen alle weg. Auch die Landeslenker. Die EU-Freiheiten sind halt schon, meiner Meinung nach, ausschließlich auf Wirtschaft und sonstige "Subventions-Heischer"  ziel gerichtet. Die Politik schläft und setzt hin und wider Alibiaktionen - Straßenverkehr betreffend.

Von wegen freier Warenverkehr, es wäre so einfach: Ladung kontrollieren und nicht hin und her transportieren lassen, nur des Fahrens willen. Derzeit fallen die Klein-Lkw, die das Sonntagsfahrverbot ja nicht betrifft, besonders auf. Mit eigenen Augen gesehen, es wurden auch schon leere ( fünf bis sechs Stück)  Paletten hin und her kutschiert. (über mehrere Grenzen). Wie die - nicht nur osteuropäischen - "Unternehmen" die Fahrten finanzieren ist mir schleierhaft. Selbst einmal in Deutschland in eine Schleierfahndung gerutscht, hoffe ich doch, dass dieser bald gelüftet wird. Ich meine da nicht den Hochzeitsschleier ...