T I T E L . S T O R Y • auto-motor-special 01/2020
erstellt am 07.12.2019

Im kommenden Jahr 2020 gedenkt nicht nur die Stadt Graz der österreichischen Rennsportikone Jochen Rindt - im Bild mit Gattin Nina
Foto: Getty Images/RollsPress/Popperfoto

Rindt-Gedenkjahr 2020

Unvergessener Jochen

Jochen Rindt war der einzige Formel-1-Weltmeister, der seine Krönung nicht mehr erleben durfte. Der Grazer verunglückte am 5. September 1970 beim Training zum Grand Prix in Monza mit seinem Lotus-Rennwagen tödlich.

GRAZ (at/ots). Sein Punktevorsprung war damals jedoch schon so groß, dass ihn auch sein stärkster Kontrahent, Jacky Ickx, nicht mehr einholen konnte. Am 4. Oktober wurde Rindt so posthum zum F1-Weltmeister der Saison 1970 erklärt.

Jochen Rindt war bereits zu Lebzeiten eine Ikone. Seine Rennsport-Erfolge, ob Formel 1 oder des 24-Stunden-Rennens von Le Mans, erhielten internationale Aufmerksamkeit. Die Gesellschaft profitierte darüber hinaus von seinem Auftreten, seiner vermittelten Lebenseinstellung und seiner Weltoffenheit.

Rindt versuchte lange Zeit sein Glück in der Formel 1, doch weder seine Einsätze für das Cooper-Team noch jenes für Brabham waren von Erfolg gekrönt. Erst mit seinem Wechsel zu Lotus wendete sich das Schicksal: Rindt gewann im Jahr 1970 fünf Rennen, bevor es zum Grand Prix nach Italien ging. Als bei diesem Rennen eine Bremswelle brach, verunglückte der Rennfahrer im Training tödlich.

Die Anteilnahme bei seinem Begräbnis am Grazer Zentralfriedhof war im In- und Ausland riesengroß. Dieser traurige Anlass rückte Graz erstmals in der Nachkriegszeit in den Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit.

Stimmen von der Eröffnungs-Pressekonferenz
Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl: "Wir wollen das Ansehen von Jochen Rindt dauerhaft in Graz gewährleisten. Anlässlich seines 50. Todestages im kommenden Jahr wird es für die Rennsportlegende deshalb ein besonderes Gedenken über einen längeren Zeitraum geben."

Dr. Helmut Marko: "Begonnen hat unsere Bekanntschaft im Mopedalter, so mit 16 Jahren. Jochen ging schon damals immer ans Limit, er wollte stets der Beste sein. In unserer Grazer Zeit haben wir an den Wochenenden das Partyleben der Stadt in vollen Zügen genossen. Jochen war der Popstar des Motorsports."