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erstellt am 08.07.2019

Porsche setzt bei der Titelverteidigung in der FIA World Endurance Championship (WEC) auf den brandneuen 911 RSR

Foto: Porsche

Porsche will WM-Titel verteidigen

Angriff mit 911 RSR

Der Rennwagen nach FIA GTE-Reglement ist eine komplette Neuentwicklung. Das in allen Bereichen verbesserte Fahrzeug aus Weissach löst den bisher so erfolgreichen (alten) 911 RSR ab.

SALZBURG. Mit dem unter Anführungszeichen "alten" 911 RSR hat Porsche heuer in der FIA WEC die Hersteller- und Fahrerweltmeisterschaft sowie unter anderem die Langstreckenklassiker in Le Mans (Frankreich) und auf den nordamerikanischen IMSA-Rennstrecken Sebring und Road Atlanta (“Petit Le Mans“) gewonnen.

In die Entwicklung des neuen Porsche 911 RSR flossen umfangreiche Erfahrungen aus den äußerst erfolgreichen Renneinsätzen des Vorgängermodells ein.

„Seit 2017 hat uns der 911 RSR über 20 Klassensiege in der Weltmeisterschaft sowie in den Langstreckenserien in Nordamerika und Europa ermöglicht. Unsere Aufgabe in der Entwicklung war es, auf ein sehr gutes Auto ein noch besseres folgen zu lassen. Die Ingenieure in Weissach haben diese Vorgabe in allen Bereichen perfekt umgesetzt“, sagt Fritz Enzinger, Leiter Porsche Motorsport.

Beim Antrieb bleibt Porsche seiner Linie treu. Auch der jüngste Neunelfer nutzt einen Sechszylinder-Saugmotor. Das vor der Hinterachse verbaute, hocheffiziente Boxeraggregat hat einen Hubraum von 4.194 Kubikzentimetern und leistet – je nach Einstufung – rund 515 Pferdestärken.

Das neue Triebwerk ist der größte Boxermotor, der jemals ab Werk in einem Porsche 911 verbaut ist. Er weist über einen breiteren Drehzahlbereich eine noch bessere Fahrbarkeit auf als das bewährte Vierliter-Aggregat des Vorgängers.

Die Kraft wird über ein gewichtsoptimiertes, sequenzielles Sechsgang-Klauengetriebe mit erhöhter Steifigkeit an die Hinterräder übertragen. Der neue Antriebsstrang im Porsche 911 RSR bietet neben erhöhter Effizienz auch verkürzte Schaltzeiten. Die zwei Rohre des Abgassystems enden seitlich vor den Hinterrädern. Die neue Abgasführung spart Gewicht und bringt Vorteile im Bereich der Aerodynamik.