report aktuell 07/2018 • Seite 36
erstellt am 21.06.2018

Alfred C.Fotos/Repros: Polizeidirektion Niederösterreich

Wer kann zweckdienliche Angaben machen?

Aufruf zur Mithilfe

Schwerer gewerbsmäßiger Betrug in den österreichischen Bundesländern Steiermark, Kärnten, Tirol, Wien und Niederösterreich, die Polizei sucht Geschädigte!

Innsbruck(at). Liebe Leserin, lieber Leser, aus gegebenen Anlass funktionieren wir heute die Titelseite zu einem Fahndungsaufruf um. Mit Autos haben die unliebsamen Ereignisse dennoch zu tun: Ohne die Fahrzeuge: Opel Vivaro, weiß, W-63361D, und VW Golf, grau, W-58826E (österreichische Kennzeichen) wären die u.a. Machenschaften kaum möglich gewesen.

Hier die Presseaussendung der niederöster-reichischen Polizei im Original-Wortlaut: Die französischen Staatsbürger Manuel C. (56 Jahre, Bild re) und Alfred C. (26 Jahre) sind verdächtig, teilweise alleine oder gemeinsam mit dem österreichischen Staatsbürger Peter R. (48 Jahre), den sie als Träger und Hilfskraft einsetzten, in der Zeit von Dezember 2015 bis dato, im Bundesgebiet, überwiegend im Großraum Steiermark, Kärnten, Tirol, Wien und NÖ, mit weltmännischen und getäuscht fachkundigem Auftreten als Unternehmer der Teppichreinigungs-firma A.C. (Alfred C.) mindestens 150 Personen mit Absicht betrogen zu haben, dass sie im Besitz besonderer und sündhaft wertvoller Orientteppiche seien.

Hatten sie das Vertrauen der Kunden erlangt, verlangten sie einen bis zu 1000-fach überhöhten Preis für die Reinigung und Reparatur der Teppiche. Dadurch erzielten sie im angeführten Zeitraum in betrügerischer Absicht und Täuschung in Verbindung eines übersteigerten Missverhält-nisses zum Wert der eigenen Leistung, einen Gewinn von mindestens 700.000 Euro.  

In zahlreichen Fällen behielten sich die Betrüger überdies die zur Reinigung und Reparatur anvertrauten Teppiche ein und lieferten sie nicht mehr aus. Sie stehen im dringenden Verdacht, diese gewinnbringend an Dritte vertrieben zu haben.

Manuel C. und Alfred C. schalteten mit der Absicht Werbungen in Tageszeitungen, um potentielle Kunden zu lukrieren. Folglich fuhren sie mit Absicht zu den Kunden (Betrugsopfer), um vorsätzlich und wissentlich deren Orientteppiche überhöhten Wertes zu schätzen, um dadurch einen falschen, überhöhten Kostenvoranschlag für die Reinigung zu stellen und überdies einen unrichtigen, überhöhten Reparaturauftrag zu erhalten.

Peter R.

Wurden die Kunden  (Betrugsopfer) misstrauisch oder waren ihnen die Summen zu hoch, wurden sie dadurch getäuscht, dass die Beschuldigten für sie einen oder mehrerer Teppiche bei Aktionen oder im Geschäft verkaufen würden.  Mehreren dieser Kunden (Betrugsopfer), die sich in Aussicht eines guten Geschäfts darauf eingelassen hatten, wurden ein oder mehrere Teppiche veruntreut und bis dato nicht wieder ausgefolgt.

Von den ermittelnden Beamten wurden bei Hausdurchsuchungen bei den Firmenadressen und bei Erhebungen bei Reinigungsfirmen  mehr als 250 Stück orientalische Teppiche sichergestellt.Die Ermittler gehen von zahlreichen weiteren Geschädigten aus, die Täter sind flüchtig, es bestehen gegen sie europäische Haftbefehle.

Die sichergestellten Teppiche können Sie hier auf einen Klick bildlich aufrufen!

Nachtrag:

Von der PI Melk wurde eine Sammelanzeige an die Staatsanwaltschaft Klagenfurt am Wörthersee erstattet. Die Bewilligung der Veröffentlichung wurde von der Staatsanwaltschaft Klagenfurt erteilt.

Geschädigte werden gebeten, mit der Polizeiinspektion Melk, TelNr: 059133 3130, oder dem LKA Tirol, TelNr. 059133 70 3333, in Kontakt zu treten.

Hinweise zum Aufenthaltsort der Beschuldigten werden ebenfalls an die Polizeiinspektion Melk oder das LKA Tirol erbeten.