A U T O . T E S T • auto-motor-special 01/2020
erstellt am 16.10.2019

Im freien Gelände Bestnoten, jetzt durften wir mit dem Subaru XV auf die Langstrecke, vorwiegend Autobahn

Fotos: Franzesco Bolzano
Test Subaru XV 1.6 Style Navi

Eye, eye, Sir 

Das Redaktionsteam von auto-motor-special durfte den Subaru XV 1.6i schon einmal ordentlich ausführen. Unter Aufsicht, im Umfeld einer Formel 1-Strecke und auf abgeclaimten Passagen. Jetzt ruft die große Freiheit.

GARDA (fbolzano). Die Bodenfreiheit (220 mm), Gelände- und Steigfähigkeit (permanenter Allradantrieb) machen den XV von Subaru für zahlreiche Berufsgruppen interessant. Der optische Eindruck besticht zudem und zieht so manchen Freigeist in seinen Bann.

Hochwertige Materialien und liebevoll ausgearbeitete Details zeugen von überdurchschnittlicher Qualität. Ordentlich Kopffreiheit gibt es auch für groß gewachsene Fondpassagiere, zusammen mit den gut angepassten Sitzen werden Langstreckendistanzen zu vergnüglichen Ausfahrten.

Serienmäßig an Bord des Subaru XV ist das preisgekrönte Fahrerassistenzsystem EyeSight. Anders als die meisten Frontassistenzsysteme verwendet EyeSight ausschließlich Stereokameras zur Objekterkennung.

Notbremssystem mit Kollisionswarner, adaptive Abstands- und Geschwindigkeitsregelung und Spurleitassistent sowie ein aktiver Spurhalteassistent bilden die Hauptfunktionen. Im Testfahrzeug "Style Navi" durften wir uns zusätzlich auf radargestützte Spurwechsel- und Querverkehrsassistenten verlassen.

Mit all diesen Systemkomponenten werden dann lange Etappen auf den Autobahnen bestens erfahren, sie können auch vom Fahrer entspannt genossen werden. Nicht nur der Kupplungsfuss - danke für die tolle Stütze - darf sich ausrasten. Mit Tempomat und Abstandsregler tricksten wir auch den Gas-/Bremsfuß aus. Gebremst hat der XV automatisch je nach Vorderfahrzeug, um dann selbstständig aus dem Windschatten heraus wieder auf die eingegebene Geschwindigkeit zu beschleunigen.

Den "Hände weg vom Lenkrad"-Test haben wir dann auf Wunsch der Beifahrerin schaumgebremst absolviert: der XV wird zwar wie auf Schienen in der Spur gehalten, aber wir fahren halt doch noch lieber eigenständig.

Die 114 Pferdestärken des Boxer-Benzinmotors reichen vollkommen, die Kraft wird über die stufenlose Automatik an die Räder und in Folge auf die Straße bzw den Untergrund gebracht. Perfekt, kann man da nur schreiben: permanent und symmetrisch.

Der Allradantrieb sorgt gemeinsam mit der perfekten Gewichtsverteilung für ein exzellentes Fahrverhalten, das durch zusätzliche Elemente wie dem Active Torque Vectoring weiter optimiert wird. Besten Fahrbahnkontakt, stabilen Geradeauslauf und ein berechenbares Verhalten ohne merkbare Wankbewegungen attestieren wir dem Subaru-Dauerläufer gerne.

TECHNISCHE DATEN:
Motor: Vierzylinder-Boxer-Benzinmotor
Antrieb: Allradantrieb, Lineartronic
Hubraum: 1.600 ccm
Max. Leistung: 84 kW/114 PS bei 6.200 U/min
Max. Drehmoment: 150 Nm ab 3.600 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 178 km/h
Beschleunigung: 0 bis 100 km/h in 12,9 Sekunden
Testverbrauch auf 100 km: 7,3 Liter Super bleifrei
Umweltschutz: Euro 6dT, C02-Emission: 157 g/km

Testwagenpreis: Subaru XV 1.6i Style Navi: 28.430,- Euro (inkl. NoVa und MwSt)

Kein Wunsch offen bleibt auch beim toll integrierten Navigationssystem, das zudem das Bild der Rückfahrkamera einblendet. Über Subaru Starlink können Passagiere auf Internetradio, Apps und vieles mehr zugreifen, das eigene Smartphone lässt sich via Apple CarPlay und Android Auto vollständig einbinden.

Zurück in den Alpen: Das Gelände kann gar nicht steil genug sein, der XV klettert wie eine Gams rauf und Xmode-sicher wieder runter. Schwachpunkt dürfte da wirklich nur der Chauffeur bzw. dessen Nervenkostüm sein.

Abschließend wollen wir doch die Preisfrage beantworten: der Gegenwert zu den gut 28.000 Euro ist mehr als ordentlich, die Konkurrenz langt eindeutig kräftiger zu. Im Klartext: Vorreiter in Sachen Sicherheit, optisch ansprechend, robust, für sämtliche Untergründe gewappnet - der Winter kann kommen.