Das Imperium schlägt zurück
Exner stärker denn je
Der Autoslalom in Weer ist längst kein kleiner Ableger des legendären Weerbergrennes mehr. Alois "Luis" Wechselberger zauberte auf dem Parkplatz der Firma Schwaiger wieder einmal eine Strecke der Extraklasse hin. Pfeilschnell und dennoch mit genügend Auslaufzonen. Das beliebt/berüchtigte Kriterium, die Holzbrücke ging diesmal "voll", weil der Wettergott ein Einsehen hatte.
Nach den Regenrennen der vergangenen Jahre endlich strahlendster Sonnenschein. Rund sechshundert Starts gab es für die Organisatoren zu bewältigen, die Fahrzeugbeherrschung der Akteure erhielt von den zahlreichen Zuschauern fachkundigen Applaus. Vollkommen zu Recht, denn gefahren wurde im absoluten Grenzbereich.
Teilweise jenseits von Gut und Böse, was auch zwei Ausritte, u.a. der eingesprungene "Rittberger" (lupenreiner Überschlag mit seinem VW Polo GTI) von Anton Nothdurfter, augenscheinlich werden ließ. Gott sei Dank keine Verletzungen, Nothdurfter dürfte bei den ausstehenden zwei Rennen wieder voll angreifen.

Nach seiner Gesundung wieder vollkommen der "Alte" ist der mehrfache Deutsche Meister Hans Exner, der mit seinem Simca 1200s in den Klassen 8 und 10 gewann und zudem überlegen den Tagessieg einfuhr.
Ramona Rindle blieb das Nachsehen, sie hielt sich allerdings in Klasse 9 schadlos: Sieg vor Titelverteidiger Robert "Robs" Mayr.
Vorarlberg darf sich freuen: Mario Scheibenstock, Günther Madlener und Wolfgang Stoß siegten in ihren Klassen, Franz Weichinger jun, Martin Hausegger und Elmar Putzl hielten die Tiroler Flagge hoch.
Ein weiterer Landsmann von Exner feierte ebenfalls ein glänzendes Comeback: Klaus Limmer setzte sich in Klasse 2 knapp vor Fritz Trenker durch.
8. atmas-Lauf in Weer, veranstaltet vom RC Tirol, 28. August 2011

Div. I, Kl. 1: 1. Franz Weichinger jun, MSC Tirol, VW Lupo; 2. Alois Wechselberger, RC Tirol, Renault Twingo Sport; 3. Mario Scheibenstock, Scuderia Vorarlberg, Citroen Saxo
Div. I, Kl. 2: 1. Klaus Limmer, MSC am Tegernsee, Opel Speedster; 2. Fritz Trenker, GP-Racing-Team, BMW; 3. Thomas Lins, Scuderia Vorarlberg, Seat Ibiza
Div. II, Kl. 3: 1. Mario Scheibenstock, Scuderia Vorarlberg, Citroen Saxo; 2. Harald Suitner, MSC Wipptal, Citroen Saxo 16V VTS; 3. Christoph Spiegel, RRCV, Citroen Saxo
Div. II, Kl. 4: 1. Günther Madlener, Scuderia Vorarlberg, BMW 325i; 2. Walter Steiner, MRC Absam, Renault R5 GT turbo; 3. Thomas Lins, Scuderia Vorarlberg, Seat Ibiza
Div. III, Kl. 5: 1. Wolfgang Stoß, OMSV Nenzing, Seat Ibiza; 2. Jessica Dobler, RC Klostertal, Ford Fiesta; 3. Nadine Dobler, RC Klostertal, Ford Fiesta
Div. IV, Kl. 6: 1. Martin Hausegger, MSC Wipptal, Citroen Saxo; 2. Michael Gfrei, MS Schwaz, Peugeot 106 S16; 3. Christoph Spiegel, RRCV, Citroen Saxo
Div. IV, Kl 7: 1. Elmar Putzl, Racingteam Jenewein, Fiat Uno Turbo; 2. Robert Mayr, Privatfahrer, Peugeot 205 GTI; 3. Walter Steiner, MRC Absam, Renault R5 GT turbo
Div. V, Kl. 8: 1. Hans Exner, Exner Team, Simca 1200s; 2. Michael Zasche, Privatfahrer, Mini Cooper GT; 3. Martin Hausegger, MSC Wipptal, Citroen Saxo VTS
Div. V, Kl. 9: 1. Ramona Rindle, Scuderia Kempten, Opel Kadett GTE; 2. Robert Mayr, Privatfahrer, Peugeot 205 GTI; 3. Franz Jenewein, Racingteam Jenewein, Fiat Uno Turbo
Div. VI, Kl. 10: 1. Hans Exner, Exner Team, Simca 1200s; 2. Ramona Rindle, Scuderia Kempten, Opel Kadett GTE; 3. Udo Schrettl, MS Schwaz, Peugeot 205 GTI
Die Damenwertung ging an Ramona Rindle, bester Neufahrer war Sascha Wiesmann

Die Dobler-Zwillinge Jessica und Nadine setzten nach ihren Siegen am Redbull-Ring in Weer nach: Platz 2 und 3 in der Dieselklasse und in der Damenwertung. Einzig Ramona Rindle mussten sie den Vortritt lassen.
Fotos: InteressenGemeinschaft Motor