Vienna Autoshow 2012
erstellt am 16.01.2012

Foto: Reed Exhibitions Wien/Andreas Kolarik

 

Die "Kuh der Nation" darf nicht weiter gemolken werden ...

Pils: "Kraftfahrer über Gebühr belastet"

Die nunmehr im jährlichen Turnus stattfindende „Vienna Autoshow“ brach alle bisherigen Rekorde. Auf den rund 25.000 Quadratmetern in den Hallen der Messe Wien reihten sich rund 400 funkelnde Neuwagen, darunter zahlreiche Europa- und Österreichpremieren, innovative Elektroautos, mehrere hundert PS-starke Rennboliden, Familien-Vans, richtungsweisende Designstudien und Concept-Cars.

Von Seiten der österreichischen Automobilimporteure erklärte Dr. Gerhard Pils bei der Eröffnung der „Vienna Autoshow“, dass der Gesamtmarkt 2012 aufgrund der komplexen wirtschaftlichen Globalsituation derzeit schwierig einzuschätzen sei. Die Rahmenbedingungen, die 2011 zu der überaus starken Pkw-Nachfrage in Österreich geführt haben – niedrige Zinsen, hohe Tauschbereitschaft auf sparsamere Fahrzeuge sowie attraktive neue Modelle, seien jedoch auch weiterhin gegeben.

Klare Worte fand Dr. Gerhard Pils für die geplante Steuerreform. „Sehr wichtig ist außerdem, dass die geplante Steuerreform der Bundesregierung nicht auf dem Rücken der Autofahrer ausgetragen wird. Uns ist bewusst, dass jeder seinen Beitrag leisten muss, um das Budget zu sanieren. Aber das Automobil ist schon über Gebühr belastet! Kraftfahrer (Pkw + Lkw) zahlen mehr als sie kosten. Während sich die direkt zurechenbaren öffentlichen Ausgaben für den Kraftfahrzeugverkehr bei ca. 4 Milliarden Euro bewegen, haben die Kraftfahrer 2010 rund 11,8 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben in die Staatskassen gespült – fast dreimal soviel. Seit 2000 sind die Steuerbelastungen für die Teilnehmer im Straßenverkehr um 35 % gestiegen. Die Kraftfahrer sind somit die am stärksten steuerlich belastete Personengruppe in Österreich.“