auto-motor-special 09/2019 • Seite 10
erstellt am 07.08.2019

Foto: Toyota

Netz-Assistenzsysteme verhindern Unfälle

Fahrt in die Zukunft

Mit zusätzlichen Assistenzsystemen rollt der Toyota Sora auf die Straße: Der effiziente Brennstoffzellenbus, der ohne Schadstoffemissionen im öffentlichen Linienverkehr Japans unterwegs ist, verfügt jetzt über vernetzte Sicherheitssysteme wie das ITS Connect (Intelligent Transport Systems).

WIEN. Der Toyota Sora, dessen Modellname sich von den natürlichen Elementen eines Wasserkreislaufs (Sky, Ocean, River und Air) ableitet, verkörpert die Vision eines umweltfreundlichen Busses für Mensch und Umwelt. Das Toyota Brennstoffzellensystem, das bereits in der Limousine Mirai zum Einsatz kommt, stößt während der Fahrt weder CO2 noch andere Schadstoffe aus. Bei der Umwandlung von Wasserstoff in elektrische Energie entsteht lediglich Wasserdampf.

Neben einer hohen Auslastung ist im öffentlichen Personennahverkehr auch ein hohes Sicherheitsniveau entscheidend. Aus diesem Grund hat die Toyota Motor Corporation in diesem Bereich nochmals nachgelegt. Der verbesserte Sora, der noch im August in Japan eingeführt wird, fährt jetzt mit einem Abbiegeassistenten vor: Beim Rechtsabbiegen an Kreuzungen warnt er vor Personen im toten Winkel, wodurch sich beispielsweise Unfälle mit Fahrradfahrern vermeiden lassen.

Um möglichst viele Fahrgäste sicher, schnell und effizient an ihr Ziel zu bringen, unterstützt ITS Connect auch das Fahren im Konvoi. Hierfür berücksichtigt das System mithilfe der Vehicle-to-Vehicle-Kommunikation (V2V) und des Millimeterwellen-Radars die Anzahl und Reihenfolge der Busse sowie deren Abstand, damit die Kolonne an Ampeln und Haltestellen nicht getrennt wird.

Per ITS-Funk kann der Fahrer im letzten Bus zudem eine verlängerte Grün-Phase erwirken, sodass alle in einem Rutsch über die Kreuzung kommen. Diese Funktion verringert auch Stand- und Wartezeiten und verbessert damit Pünktlichkeit und Verkehrsfluss. An Haltestellen erkennt das System darüber hinaus die ein- und aussteigenden Passagiere, wodurch eine gemeinsame Abfahrt erst erfolgt, wenn alle Busse fahrbereit sind.

Die Fahrzeuge sind zudem mit einem radargestützten Abstandsregeltempomaten ausgestattet, der eine sanfte Beschleunigung und Verzögerung ermöglicht. Er tauscht sich per V2V-Kommunikation mit den Tempomaten anderer Fahrzeuge aus, um das Verhalten frühzeitig aufeinander abzustimmen. So werden Geschwindigkeit und Abstand eingehalten und der Verkehrsfluss verbessert.

Auf Wunsch fährt der Toyota Sora auch mit einem automatischen Ankunftskontrollsystem vor. Das System erkennt Leitlinien auf der Fahrbahn und lenkt und verzögert den Bus automatisch, sodass dieser an der vorgesehenen Ein- und Ausstiegsstelle hält. Diese Funktion minimiert auch den Abstand zur Bushaltestelle und erlaubt damit Passagieren mit Kinderwagen oder Roll-
stühlen einen leichteren Ein- und Ausstieg.

 

Der erstmals auf der Tokyo Motor Show vorgestellte Brennstoffzellenbus Toyota Sora, der im Rahmen der Olympischen und Paralympischen Spiele 2020 in Tokio großflächig zum Einsatz kommen soll, unterstreicht das Umweltengagement des japanischen Automobilkonzerns.