auto-motor-special 04/2018 • Seite 41
erstellt am 20.02.2018

Die renommierte Villa Bibbiani in der Toskana, seit 1500 Eigentum der Familie Frescobaldi, ist verkauft worden. Der neue Besitzer, ein amerikanischer Magnat, will über 20 Millionen Euro investieren.                                                                                                                         Foto: LLRE/Frescobaldi

Italienische Kleinode finden vermehrt ausländische Käufer

Leben in bella Italia

Das prächtige historische Haus in der Toskana, die sogenannte Villa Bibbiani, in der Landschaft bei Florenz, wurde von Lionard Luxury Real Estate an einem amerikanischen Kunden verkauft, der  insgesamt mehr als 20 Millionen Euro einsetzen wird.

Drei Jahrhunderte lang, 1500-1800, gehörte die herrliche Villa einer der mächtigsten Florentiner Adelsfamilien, den Frescobaldis. Die herrschaftliche Villa Bibbiani im Gebiet von Capraia e Limite wurde für rund zehn Millionen Euro verkauft.

Ein 380 Hektar großes Grundstück, ein architektonisch reizvolles Meisterhaus mit zwei Türmen, das Bauernhaus mit den Bauerhöfen und den Weinkellereien und der 20 Hektar große botanische Garten mit orientalischen exotischen Pflanzen sowie einer romantischen Promenade sind Teil der Liegenschaft.

Zum ersten Mal in einem Dokument von 1546 als “Fehde der Familie Frescobaldi” zitiert, bleibt die Villa Eigentum der florentinischen Adelsfamilie bis zu Anastasia Frescobaldis Tod im Jahr 1809, als es in den Händen ihres Sohnes Cosimo Ridolfi (1794-1865) überging.

Cosimo Ridolfi, unter anderen auch Präsident der Accademia dei Georgofili in Florenz, verdankt man die Realisierung des Botanischen Gartens und des herrlichen romantischen Parkes neben der Villa, in dem bis zu 195 verschiedene Sorten von Camelien blühten.
 
“In den letzten Jahren sind die Amerikaner als Investoren im Luxus-Immobilienmarkt nach Italien zurück gekehrt", erklärt Dimitri Corti, Begründer von Lionard Luxury Real Estate. "Nicht nur in der Toskana, die eine der am meisten angefragten Regionen ist und bleiben wird, sondern   auch in anderen Regionen, beispielweise im Piemont, in repräsentativen Bereichen wie Monferrato, wo wir eines der bekanntesten Schlösser der Region verkauft haben, das Castello di Camino. Es handelt sich um Käufer, die nicht nur Eigentümer eines historischen und kulturellen Wertes werden wollen. Sie bewohnen die Liegenschaften auch, ihre Investitionen werden der Wirtschaft Impulse geben, auch neue Arbeitsplätze werden geschaffen", zählt Corti die positiven Aspekte auf.