Škoda Rapid Spaceback Sport 11/2017
erstellt am 18.02.2018



Skoda Rapid Spaceback Sport: Gelungener Mix aus Sportlichkeit und Komfort

"Bitte mit blaue Auto fahren ..."

Das spricht den sportlich angehauchten Fahrer an: die Öltemperatur, die im Multi-funktionsanzeigebereich abgerufen werden kann. Warmfahren nach Alfa-Tradition - ist die Betriebstemperatur erreicht, dann kann bedenkenlos angegast werden. Gut fürs Gewissen, und ein bisschen wollen wir schon noch selber das eine oder andere dazutun, als Fahrer.

Mieders/Stubaital (frabo). Nobel der geräumige Innenraum, es spiegeln sich keine Instrumente in der Windschutzsscheibe, zudem ist alles zentral im Blickfeld aufrufbar. Hochwertig die verarbeiteten Materialien, die Sport-Vordersitze heben wir noch einmal besonders hervor, Skoda weiß, was sich Kunden wünschen.

Überraschend viel Platz bietet der Innenraum (auch fürs Zuladen), Fahrer-/Beifahrersitz bieten besten Seitenhalt, das unten abgeflachte Leder-Sport-Lenkrad fördert den Fahrspaß zusätzlich. Die Aussicht durch das Panorama-Glasdach wusste neben der Farbe race-blau metallic unseren Mitfahrerinnen, den Zwillingen Pia und Lea (vier Jahre), besonders zu beeindrucken ("bitte mit blaue Auto fahren ...").

Das ganze Jahr Sommer, auch im Winter ...

Alles Drin, alles Dran, z.B. Start-/Stopp-Automatik, Berganfahrhilfe, Ganganzeige (Sechsgang-Schaltgetriebe, knackig, kurze Wege) mit dem Aufruf zum rechtzeitigen Gangwechsel. Die Rückfahrkamera war uns sehr nützlich, die dazugehörigen akustischen Warnsignale möchten wir ebenfalls nicht mehr missen. Behaglich die Sitzheizung: zweistufig, das ganze Jahr Sommer - auch in schneereichen Gegenden bzw kalten Zeiten.

Dennoch, sicher ist sicher: Eine Außentemperatur nahe des Gefrierpunktes wird frühzeitig (bei plus vier Grad) per Ton und optischer Anzeige avisiert. Solch widrige Umstände verlieren aber sofort ihre Schrecken: durch das ausgewogene Fahrverhalten und die tolle Bereifung von Pirelli (Sottozero 215/40/R17), bewältigt der Fronttriebler Schneefahrbahnen und auch Glatteisabschnitte mit Bravour.

Noch dazu sind Abrollgeräusche bei trockener Fahrbahn nicht zu orten, auch das spricht auch für die ausgewogene Gesamtauslegung.

Der Dreizylinder-Turbomotor (1,0 TSI/81 kW/110 PS) macht sich akustisch kaum (gelegentlich kann er den Direkteinspritzer nicht verleugnen) bemerkbar. Bei steilen Bergabfahrten ist rechtzeitiges Zurückschalten angebracht, um die Motorbremse sinnvoll einzusetzen, das laufende Einspeisen von elektrischer Energie verhilft mit zu akzeptablen Verbrauchswerten. 

Anfänglich hat uns ein hoher Momentanverbrauch (am Display) etwas überrascht, auch der Durchschnittsverbrauch des Vortesters lag über unserer Einschätzung. Wir wollen es kurz machen: im Testbetrieb, d.h. zeitenweise doch recht scharf gefahren, wurden 5,5 Liter Superbenzin auf 100 Kilometer eingespritzt. Erfeulicher Weise aber kaum etwas an die Mitwelt abgegeben: CO2-Wert 106 g/km laut Werk.

Das Beachten der Multifunktionsanzeige(n) verhilft zu spritsparendem Betrieb (Green Score). Neben Sparsamkeit, Sportlichkeit und Komfort vermittelt der Spaceback aber auch Robustheit, speziell auszuloten z.B. beim Antiblockiersystem, das  deutlich bekannt gibt, wenn es im Einsatz ist.

Auf der deutschen Autobahn oder auf der Rennstrecke ist eine Höchstgeschwindigkeit von 198 km/h legal erreichbar, der Spurt von 0 auf 100 km/h ist in 9,8 Sekunden möglich. Am Fahrverhalten gibt es nichts auszusetzen, der lange Radstand, die präzise Lenkung und die sportliche Abstimmung lassen keine Hektik aufkommen.

Alles in diesem Bericht unterzubringen ist kaum möglich: es gibt u.a. ein vollwertiges Reserverad, eigene Aufnahmen für das Pannendreieck oder den Regenschirm, Durchlademöglichkeit (Skier, der Jahreszeit entsprechend) - alles gut überlegt, praktisch umgesetzt und aufgeräumt. Front-Assistent, Müdigkeitserkennung usw. schätzen wir als verläßliche und liebenswerte Beifahrer. Wie eben auch Pia und Lea ...

Einsteigen und den Skoda Rapid Spaceback Sport mit nach Hause nehmen ist ab 19.920,- EUR möglich. Einstiegspreis für das 110-PS-Fahrzeug: 20.420,- EUR (inkl. aller Steuern und Abgaben). Je nach Lust und Laune oder Geldbörsl kann das eine oder andere Extra dazu bestellt werden.

Fotos: igm/Franzesco Bolzano

Mitsubishi ASX 4WD 1,6 DI-D LP 10/2017
erstellt am 18.02.2018

Tolles Testfahrzeug: Euro 30.290,- kostet der Mitsubishi ASX Intense Connect 1,6 4WD (100 Jahre Mitsubishi-Sondermodell). Der Einstiegspreis in den ASX (Frontantrieb, Benzinmotor) liegt bei 17.990,- Euro. Das Austria Edition Connect-Fahrzeug  (4WD, 1,6-Diesel) ist um 21.990,- Euro erhältlich (Listenpreise inklusive sämtlicher Steuern).

Mitsubishi ASX 1,6 DI-D LP 4WD Intense Connect im Härtetest

Solid Gold

Drei Antriebsmodi verhelfen dem Mitsubishi ASX 4WD zur Höhenluft. Je nach Bodenbeschaffenheit, Witterungsverhältnissen, Lust und Laune, kann per Knopfdruck zwischen Frontantrieb, permanentem Allradantrieb oder auf Allrad mit erhöhtem Kraftfluss auf die Hinterachse, gewechselt werden. 

Mieders/Stubai. Mehr Kraft auf die Hinterräder, da keimt der Gedanke an gepflegte Drifts schnell auf. Auf Schotter ja, der zusätzliche Schub macht vor allem aber steile Straßen bergauf mit ihren engen Kehren zu einem agilen Vergnügen, zumal von eventuellen Antriebsstrang-Verspannungen (s. Betriebsanleitung) absolut nichts zu verspüren ist.

Der Winter kann kommen: Höhenlagen dürfen mit dem 4WD-ASX ohne Ketten angefahren werden.

Fotos: Franzesco Bolzano

Das Fahrwerk ist technisch topp (MacPherson-Federbeine, Mehrlenker-Achse, Stabis) und bestens abgestimmt. Der lange Radstand sowie die Spurweite sorgen für eine stabile Straßenlage und ein ausgewogenes Fahrverhalten. Schieben über die Vorderräder gibt es auch im Frontantriebsmodus nicht, im Allradbetrieb verhält sich der ASX nochmals neutraler, genauer geschrieben: präziser. Und da sind wir schon bei der sensationellen Lenkung, die das Dirigieren so einfach macht. Bereits beim Ausparken fällt sie positiv auf und dieser Eindruck täuscht nicht, sie erlaubt ein exaktes Hineinzirkeln in Kurven und hält die Mittellage wie ein Magnet.

Solide Bauweise

Die Achtzehn-Zöller (225/55 Bridgestone) bügeln im Zusammenwirken mit oben Beschriebenen auch größere Unebenheiten aus: Schlaglöcher werden weggefiltert, Weideroste und Kopfsteinpflaster sind kaum zu spüren, zeigen aber die Robustheit des Japaners eindrucksvoll auf. Es scheppert nichts, es schlägt nichts durch, der ASX ist fürs Drüberbrettern gebaut. Kompromisslos.

Durchzugskräftig verhilft das 1,6-Liter-Aggregat dem ASX, trotz der nominell nicht allzu hohen Leistung von 114 PS, zu ansehnlichen Fahrleistungen: 183 km/h sind auf der deutschen Autobahn drinn, 11,5 Sekunden (Werksangabe) vergehen vom Stand auf Tempo 100 km/h.

Die Clear Tec-Auslegung (CO2-Wert: 132 g/km) beeindruckt mit einem sensationell niedrigem Verbrauch: im Testbetrieb gerade einmal 5,2 Liter Dieselöl auf 100 Kilometer. Das knackig zu schaltende Getriebe muss dabei nicht sonderlich strapaziert werden, der sechste Gang passt für viele Fahrsituationen.

Möglich: 3,2 Liter Dieselöl auf 100 Kilometer

Zum Verbrauch: Bei 100 km/h (Tempomat) auf der österreichischen Autobahn werden gerade einmal 4,3 Liter Dieselöl auf 100 Kilometer eingespritzt. Auf der Bundesstraße konnte der Verbrauch sogar auf 3,2 Liter Diesel auf 100 Kilometer Fahrtstrecke minimiert werden. Günstiges Verkehrsaufkommen, vorausschauendes Fahren, ruhiger Gasfuß sind Voraussetzungen für solche Werte. Wie auch die Energiespeicherung (Batterie) beim Rollen bzw. Bremsen (gerne gebrauchtes Schlagort: Rekuperation). Im Stadtverkehr, in Staus, hält die Start-Stopp-Automatik zudem den Verbrauch in Grenzen.

Geräumig der Innenraum, sinnvoll platziert die (über Jahre liebgewonnenen Mitsubishi-) Bedienelemente. Bremsassistent, aktive Stabilitäts- und Traktionskontrolle sowie Berganfahrhilfe wollen wir hier noch extra erwähnen. Wie auch die Rückfahrkamera und die ordentlich großen Aussenspiegel.

Was "Connect" betrifft: Bluetooth, Smartphone Zugang, integrierter CD/DVD-Player, USB-Anschluss, Apple Car Play/Google Android Auto und TomTom Navigation stehen den ASX-Insassen zur Verfügung.

Zusammengefasst: der Allrad-ASX ist ein geräumiges Langstreckenfahrzeug mit Bergführerqualitäten. Wir besuchten den Gleinserhof, den Hintertuxer Gletscher, Mutterberg, Kühtai und das Ötztal. Kehrten beim Andreas Hofer in Umhausen ein. Schnelle Autobahnfahrten, steile Bergauf- bzw- Bergabstrecken wurden bravourös gemeistert. Zum Abschluss wurde der berühmt-berüchtigte Zeigerweg Richtung Schönberg erklommen (problemlos, zur Nachahmung nicht empfohlen!).

Franzesco Bolzano

Audi A5 Cabrio 8/2017
erstellt am 18.02.2018

Mehr Platz im Innenraum, etliche Kilo leichter und doch stabiler, das neue Audi A5 Cabrio ist genau so stimmig wie es das Foto aussagt.

ams-Fotos: ARGE motorpress

Fahrbericht Audi A5 Cabrio

Offene Beziehung

Pietro, Hafenwart in Riva, zeigte sich begeistert: "bella macchina". Man sah es ihm an, am liebsten wäre er sofort mitgefahren - aber Dienst bleibt Dienst. Vielleicht ein anderes Mal.

Riva/Malcesine. Das Auto, la macchina, ist - nicht nur laut Lingen - für italienische Männer das Wichtigste im Leben (neben den Frauen, versteht sich). Der Auftritt des manhattangrauen Flitzers, ausgerechnet zu ferragosto (14. bis 16. August), stahl den Bikinischönheiten jedoch die Show. Das neue Audi A5 Cabrio feierte ein gelungenes Debüt.

Auch im Testbetrieb wusste das viersitzige Cabrio aus Ingolstadt zu überzeugen. Verfeinert u.a. durch das S line Sportpaket (Aufpreis: 1.660,- Euro) wartete es u.a. mit Sportfahrwerk, Schaltwippen (Siebengang S tronic) und einer 245/40er-Bereifung (18 Zoll) auf.

Zig Fahrerassistenz- und Warnsysteme erleichtern die Bedienung und erhöhen die Sicherheit. Beispiele gefällig? Lautloses An- oder Vorbeischleichen im toten Winkel ist dem Hintermann nicht mehr möglich, eine entsprechende Gefahrenmeldung kommt umgehend über die orangefarbenen Leuchten in den Aussenspiegeln. Eindrucksvoll: mit Tempomat und Distanzregelung können Windschattenfahrten der legalen Art genossen werden.

Dies kommt auch dem Verbrauch zu Gute, und nun sind wir bereits bei den inneren Werten, und damit ist nicht der Fahrer gemeint, obwohl der schon auch das seinige zur Ökonomie/Ökologie beitragen kann.

Zeitgemäß: Common-Rail-Einspritzung, AdBlue, fünf Liter Dieselöl auf 100 Kilometer, EU6.

Bei der Fahrt vom Stubaital nach Rosenheim, natürlich IGL-schaumgebremst auf der Tiroler Autobahn, wurden gerade einmal 3,5 Liter Dieselöl auf 100 Kilometer verbrannt.

Bei der Retourfahrt auf derselben Strecke waren es 4,1 Liter auf 100 Kilometer. Da wurde auf der deutschen Autobahn schon richtig schnell gefahren, andererseits galt es wieder die Seehöhe von gut 1.000 Meter zu erklimmen.

Wir fassen zusammen: der Gesamttest-Durchschnittsverbrauch von 5,4 Liter Diesel auf 100 Kilometer Fahrstrecke fiel zwar nicht ganz so gut wie die Werksangabe (komb.: 4,6l/100km) aus, Sparefrohs (efficience-Modus und möglichst kein Eingreifen des Fahres wie z.B. kickdown) werden den Werkswert jedoch unterbieten können. 

Mann/Frau muss den arbeitslosen Kupplungsfuß ja nicht zum Linksbremsen missbrauchen, dieser findet bequem auf einer ordentlichen Fußstütze Platz, ein bisschen Mitwippen im Takt sei ihm aber durchaus gestattet. Wie auch das Auskosten der 190 Turbo-PS, geschöpft aus 1.968 ccm Hubraum. Vorsicht: in 8,3 Sekunden ist die 100er-Schallmauer erreicht.

V-max? Bitte, gerne: 235 km/h (geschlossen). Mit offenem Verdeck sind 150 km/h immer noch ein Genuss und kein Grund, den Figaro frühzeitig aufzusuchen. Kurvengeschwindigkeiten jenseits von gut und böse sind fahrbar, die Beifahrer(Innen)auswahl sollte deshalb sorgfältig getroffen werden. Der Fronttriebler verhält sich, wie nicht anders zu erwarten, im Grenzbereich neutral, über Lenkung und Breitreifen werden Fahrbahnzustand und Querbeschleunigung direkt und kompromisslos übermittelt.

Was wir damit sagen wollen: Reine Cruiser sollten durchaus die Basisversion (€ 50.190,–, inkl aller Abgaben) mit der 225/50 R 17-Bereifung in ihre Kaufüberlegung miteinbeziehen. Aber Audi macht den Kundinnen und Kunden die Wahl mit einer Vielzahl an Optionen nicht gerade leicht.

Sei, wie es sei: Der/die urtypische Audi-FahrerIn wird sich die S line-Pakete (Sport und/oder Exterieur) kaum ausreden lassen und um weitere Goodies wohl nicht herumkommen wollen.

Hier gilt es doch anzumerken, dass die österreichischen Audi-Basis-Fahrzeuge eh schon sehr gut ausgestattet und dass die Preise der einzelnen oder zusammen georderten Pakete durchaus als recht günstig einzustufen sind (siehe oben). 

Fahraktiv ist kein Schlagwort und da muss noch nicht einmal der Dynamik-Modus aktiviert sein ...

Cabrio! Das Stoffverdeck fährt keinen einzigen Kritikpunkt ein, die Dämmung lässt kaum Geräusche durch, Temperatur und Starkregen werden ausgezeichnet gemildert, Zugelötete dürften diesbezüglich das Nachsehen haben.

Übrigens: das Verdeck lässt sich in 15 Sekunden vollautomatisch öffnen (das Schließen benötigt drei Sekunden mehr) - auch während der Fahrt bis 50 km/h. 

Wir genießen abschließend die heimische Landstraße: der Duft nach frischem Heu, das Rauschen des Wildbaches und das Schellen der Kuhglocken begleiten uns.

Ciao, Pietro!

Franzesco Bolzano