auto-motor-special 05/2018 • Seite 14
erstellt am 28.03.2018

Zukunftsträchtig: Die Mercedes-Benz A-Klasse setzt auf what3words

Video: Vimeo

Von Navi auf Rodelbahn geleitet?

Mit Präzision sicher ans Ziel

Immer wieder kommt es zu Meldungen, dass Autofahrer vom Navi fehlgeleitet wurden. Blindes Vertrauen in die diversen Systeme ist sicherlich fehl am Platz.

London. Obwohl nahezu alle deutschen Kraftfahrer (96%) in ihren Autos Satellitennavigation nutzen, vertrauen 75% nicht darauf, dass sie immer am richtigen Ziel ankommen. Dies zeigt eine Untersuchung im Auftrag des britischen Unternehmens whats3words.

Die Studie ergab, dass 37% der Fahrer innerhalb eines bestimmten Bereichs nach dem angegebenen Ziel oder dem spezifischen Eingang eines großen Gebäudes suchen müssen, weil die herkömmliche Straßenadresse, die sie in das System eingegeben haben, nicht präzise genug ist. Beinahe ein Fünftel der Nutzer von Satellitennavigationssystemen (19%) kommt regelmäßig am falschen Ort an.

Dieses Problem stellt die Automobilindustrie vor große Herausforderungen, insbesondere vor dem Hintergrund der Entwicklung autonomer Fahrzeuge und der zunehmenden Integrierung von sprachgesteuerten Systemen.
 
Die Hauptprobleme herkömmlicher Technologien sind mangelnde Präzision der verfügbaren Adressdaten:

Die Adresse oder Postleitzahl gibt den falschen Ort an

Die Adresse oder Postleitzahl bezieht sich auf die Mitte eines Gebäudes und nicht auf einen bestimmten Eingang (z.B. bei großen Gebäudekomplexen)

Der Ort hat keine postalische oder Straßenadresse (z.B. Parks, Wald- und Feldwege)

Das Ziel hat noch keine offizielle Adresse (z. B. in Neubaugebieten)

what3words bietet eine präzise Lösung für diese Probleme. Das Unternehmen hat den gesamten Globus in 57 Billionen Quadrate mit einer Seitenlänge von drei Metern eingeteilt und jedem dieser Quadrate eine eindeutige Drei-Wörter-Adresse zugewiesen. Dies ist auch das einzige Adresssystem, das für die Spracheingabe optimiert ist.

Wenn man beim Autofahren Drei-Wörter-Adressen ausspricht, ist dies eine bequemere und präzisere Möglichkeit zum Erreichen eines Zielorts. Man vermeidet Probleme aufgrund ähnlich klingender Adressen und ermöglicht dem Benutzer, bei Veranstaltungen und bei grossen Gebäuden an spezifischen Eingängen anzukommen.
 
Chris Sheldrick, Mitbegründer und CEO von what3words sagt: „Die Automobiltechnologie macht sehr schnell Fortschritte, aber die Welt, in der wir leben, hält nicht Schritt. Die Automobilhersteller, die ein präziseres und nutzerfreundlicheres Satellitennavigationssystem anbieten können, haben eine echte Gelegenheit, desillusionierte Fahrer anzusprechen – nicht nur die Fahrer, die sich zurzeit weigern, Satellitennavigation zu nutzen, sondern auch die 61%, die statt des eigenen Systems des Herstellers eine Mobil-App verwenden.“
 
Mercedes-Benz ist der erste weltweit agierende OEM, der das Potenzial der Präzision von what3words erkannt hat. Das System wird in die Betriebseinheit der neuen A-Klasse integriert werden, die dieses Frühjahr in die Serienfertigung geht.