Straßenfeger
erstellt am 30.01.2012

McLaren MP4-12C bei Denzel-Unterberger
Formel 1 für die Straße

McLaren hat einen guten Ruf zu verteidigen. Seit 1966 ist das von Bruce McLaren gegründete Team in der Formel 1 vertreten. Diesbezüglich kann nur noch die Scuderia Ferrari mithalten. Jetzt bläst McLaren den Italienern auch im Segment der Straßensportwagen den Marsch.

Mit dem neuen MP4-12C, der mit beeindruckenden  Leistungsdaten aufwartet: 3,1 Sekunden von Null auf Hundert, 8,9 Sekunden von Null auf Zweihundert. Mit einer Vmax jenseits von Gut und Böse (330 km/h, für jene, die es genau wissen wollen).

Auch in der Praxis hat der McLaren MP4-12C seine Vorpreschfunktion auf vielen internationalen Rundkursen bewiesen. Mit 7:28 min markierte er auf der Nordschleife des Nürburgrings die drittschnellste aller jemals gemessenen Zeiten (Quelle: sport auto 1/2012). Der extrem kurze Bremsweg von 123 Metern aus 200 km/h wird durch das geringe Fahrzeuggewicht und den Einsatz der McLaren „Airbrake“ erreicht, die den Anpressdruck auf das Fahrzeugheck erhöht und damit die Bremsleistung und die Sicherheit signifikant verbessert.

Importeur für Österreich ist die Denzel-Tochter McLaren Vienna. Für alle Autoliebhaber verrät Director Michael Röck: „Der Supersportwagen MP4-12C bildet nur den Auftakt von McLarens Einstieg als kommerzieller Automobil-Hersteller. In den nächsten Jahren soll eine ganz Modellreihe mit sportlichen Fahrzeugen auf den Markt kommen.“ Konkret sechs Modelle, jeweils zweisitzige Sportwagen,  Electro-Antrieb nicht ausgeschlossen.

Exklusive Vertriebspartner

„McLaren ergänzt unsere Markenvielfalt mit Opel, Hyundai, Mitsubishi, Volvo, Land Rover und Jaguar und stärkt unsere Position als Top-Adresse für sportliche Automobile in Tirol“, freut sich der Innsbrucker Denzel-Unterberger-Betriebsleiter Klaus Kluckner. Anzuführen sei hier noch, dass sich Denzel mit Zentrale in Wien die McLaren-Vertriebsrechte für zwölf EU-Länder gesichert hat.
 
Qualität aus Österreich
In Österreich sitzt auch der Hersteller und Lieferant  des einzigartigen Karbonfaserchassis, der sogenannten MonoCell. Das Unternehmen Mubea CarboTech aus Salzburg erhielt den Auftrag, das innovative, einteilige Formchassis für den 12C zu fertigen.

Das Verfahren zur Herstellung der MonoCell wurde unter Leitung der Ingenieure von McLaren Automotive entwickelt und ermöglicht die sensationelle Produktionszeit von lediglich vier Stunden. Dadurch ist es McLaren gelungen, einen Karbonsportwagen zu einem weitaus niedrigeren Preis anzubieten als je zuvor.

Ob sich Mc-Laren-Interessenten mit dem Bremsdifferenzial an der Hinterachse zufriedengeben werden, ist noch nicht absehbar. Was schon dem Golf-GTI-Fahrer sauer aufstösst, dürfte auch bei den McLaren-Renn- und -Herrenfahrern auf wenig Gegenliebe stoßen.  Tröstet  sich der VW-Golf-Eigner damit, dass der elektronische Bremseingriff (in diesem Falle an der Vorderachse) dafür sorgt, dass Filius und Gattin auch bei widrigsten Verhältnissen sicher unterwegs sind, kommen Profis (der C12 gehört ausschließlich in die Hände selbiger) recht gerne ohne solche Heinzelmännchen aus.

Franz Weichinger

 


Der Verkaufspreis des McLaren MP4-12C inklusiver aller Steuern liegt in Österreich bei
€ 242.250,–

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: Franz Weichinger